Sonne und Wh-Budget
Wie Sie aus Leistung und Nutzungsdauer ein tägliches Energiebudget machen — und wie viele Module Sie brauchen.
Wh-Budget für Geräte
Energie wird in Wattstunden (Wh) gemessen. Eine Kühlbox mit 60 W, die den halben Tag läuft, verbraucht 60 × 12 = 720 Wh pro Tag. Ein Induktionskochfeld mit 1500 W für 20 Minuten verbraucht 1500 × 0,33 = 500 Wh. Summieren Sie alle Geräte, dann haben Sie den Tagesbedarf.
Wh/Tag = Leistung (W) × Zeit (h/Tag)
Solarberechnung
Ein Solarmodul mit 100 W liefert nicht 100 Wh pro Stunde — es liefert seine Nennleistung bei optimaler, senkrecht einfallender Sonne und 25 °C. In der Praxis rechnet man mit Sonnenstunden: wie viele Stunden am Tag das Modul im Schnitt volle Leistung bringt.
Wh/Tag (Solar) = Modul-W × Sonnenstunden × Wirkungsgrad Schweden Sommer: ca. 5 Sonnenstunden Schweden Winter: ca. 1 Sonnenstunde Deutschland Sommer: ca. 5 Sonnenstunden Deutschland Winter: ca. 1–2 Sonnenstunden
- Wirkungsgrad ca. 0,75 nach Laderegler, Kabeln und Batterieverlusten
- Schatten auf einer Zelle senkt die Leistung der ganzen Anlage deutlich
- Ein MPPT-Regler bringt bei schwachen Bedingungen 15–30 % mehr als PWM — bei Kraftur zeigen wir nur MPPT-Regler
Für den schlechtesten Tag auslegen
Wer ganzjährig autark sein will, legt für den Winter aus. Für den Sommerbetrieb reicht deutlich weniger. Üblich ist, von April bis Oktober auf Solar zu setzen und den Rest des Jahres mit Landstrom oder Lichtmaschine zu ergänzen.