DC oder AC — 12 V oder 230 V?
Wann reicht 12 V Gleichstrom, und wann brauchen Sie einen Wechselrichter für 230 V?
DC ist die Sprache der Batterie
Die Batterie speichert 12 V (oder 24/48 V) Gleichstrom. Geräte für 12 V — Kühlbox, LED-Beleuchtung, USB-Ladegerät, Wasserpumpen — lassen sich ohne Umwandlung direkt anschließen. Das ist am effizientesten, weil nichts im Wechselrichter verloren geht.
AC sind Haushaltsgeräte
Alles mit gewöhnlichem Stecker will 230 V Wechselstrom. Um das aus der Batterie zu betreiben, brauchen Sie einen Wechselrichter. Ein reiner Sinus-Wechselrichter hat etwa 85–92 % Wirkungsgrad — rund 10 % der Energie gehen als Wärme verloren.
- Reiner Sinus: nötig für empfindliche Elektronik wie Computer, CPAP-Geräte und manche Motoren
- Modifizierter Sinus: günstiger, kann aber Elektronik stören und in Lautsprechern brummen
- Kombigerät: Wechselrichter und Landstromladegerät in einem
Wann braucht man einen Wechselrichter?
- Induktionskochfeld: ja — es gibt keine 12-V-Variante mit brauchbarer Leistung. Mikrowelle und Wasserkocher gibt es auch als 12-V-Geräte, die 230-V-Varianten sind aber verbreiteter und günstiger.
- Kaffeemaschine, Föhn und Staubsauger: ja
- Fernseher, Notebook und Handy laden: läuft meist direkt an 12 V über USB-PD oder einen 12-V-Adapter
- Kühlbox: nehmen Sie ein 12-V-Modell, weit effizienter als ein 230-V-Kühlschrank über den Wechselrichter
Der Kabelquerschnitt zählt
Bei niedriger Spannung ist der Strom für dieselbe Leistung hoch — und dicke Kabel sind nötig, um Spannungsabfall und Wärme zu vermeiden. 1000 W bei 12 V sind 83 A und brauchen auf einem Meter 25 mm². Dieselbe Leistung bei 230 V sind 4,3 A, da genügen 2,5 mm².
Strom (A) = Leistung (W) / Spannung (V)