C-Rate und Spitzenleistung
Was die C-Rate darüber sagt, wie schnell eine Batterie geladen und entladen werden kann — und warum Wechselrichter zusätzliche Reserve brauchen.
Was ist die C-Rate?
Die C-Rate gibt an, wie schnell eine Batterie im Verhältnis zu ihrer Kapazität geladen oder entladen werden kann. 1C bedeutet, die volle Kapazität lässt sich in einer Stunde entnehmen. 0,5C sind zwei Stunden, 2C eine halbe Stunde.
Strom (A) = C-Rate × Kapazität (Ah) Beispiel: 100 Ah × 0,5C = 50 A dauerhaft
Warum das wichtig ist
Zwei Batterien mit 100 Ah können sehr unterschiedliche C-Raten haben. Ein Wechselrichter mit 2000 W zieht bei 12 V unter Volllast rund 174 A (mit Wirkungsgradverlusten) — dafür reicht 1C bei einer 100-Ah-Batterie nicht, Sie brauchen mindestens ca. 1,75C oder mehr Kapazität. Nutzen Sie nur die Hälfte, also 1000 W, sind es ca. 87 A. Eine günstigere Batterie mit 0,3C verträgt nur 30 A — dann drosselt das BMS die Anlage, und der Wechselrichter liefert praktisch nur ca. 384 W.
- C-Rate Entladen — wie viel Leistung Sie entnehmen können
- C-Rate Laden — wie schnell die Batterie aufnimmt
- Kurze Spitzen von wenigen Sekunden vertragen meist eine höhere C-Rate als Dauerlast
Spitzenleistung und Dauerleistung
Geräte wie Induktionskochfelder, Kompressoren und Pumpen ziehen im Anlaufmoment oft das Zwei- bis Sechsfache ihres Betriebsstroms. Das ist die Spitzenleistung. Ein Wechselrichter muss Dauerleistung und Spitze beherrschen — sonst löst der Überlastschutz aus.
- Dauerleistung: was das Gerät im Normalbetrieb zieht
- Spitze: kurzer Ausschlag beim Anlauf oder unter Last (typisch 1–10 Sekunden)
- Faustregel: wählen Sie einen Wechselrichter mit etwa doppelter Spitzenreserve gegenüber dem stärksten Gerät
So rechnet Kraftur
Wir summieren die Dauerleistung Ihrer Geräte und zeigen die Spitzenanforderung des Geräts mit der höchsten Spitze. Die Empfehlung für Batterie und Wechselrichter berücksichtigt beides.