Batterielebensdauer: DoD, Zyklen und EoL
Wie tief Sie entladen, wie oft, und bei welcher Temperatur bestimmt, wie lange die Batterie hält.
Ein Zyklus ist eine volle Entladung
Ein Zyklus zählt als vollständige Entladung der Kapazität. Zwei halbe Entladungen ergeben einen Zyklus. Ein LiFePO4 hält typisch 3000–6000 Zyklen, bevor die Kapazität merklich nachlässt, eine Bleibatterie vielleicht 300–500.
DoD — Entladetiefe
Wie tief Sie jedes Mal entladen, beeinflusst die Lebensdauer erheblich. LiFePO4 verträgt eine Entladung bis 20 % problemlos. Bleibatterien sollten möglichst nicht unter 50 % — sonst halbiert sich die Lebensdauer schnell.
- LiFePO4: 80 % DoD sind im Alltag unbedenklich
- AGM und Gel: bleiben Sie über 50 % für eine gute Lebensdauer
- Lithium-Ionen (NMC): rund 80 % DoD sind bei Fahrzeugbatterien üblich
EoL — Ende der Lebensdauer
Hersteller geben die Zyklenzahl bis zu einem bestimmten EoL-Prozentsatz an. Steht dort 6000 Zyklen bis 80 % EoL, behält die Batterie nach 6000 Zyklen mindestens 80 % der ursprünglichen Kapazität. Sie ist dann nicht defekt, hat nur weniger Kapazität.
Praktische Lebensdauer (Jahre) ≈ Zyklen / Zyklen pro Jahr Beispiel: 4000 Zyklen / 250 Zyklen pro Jahr = ca. 16 Jahre
Die Temperatur entscheidet
Lithium mag 15–25 °C. Laden Sie nie unter 0 °C — das schädigt die Zellen dauerhaft. Das BMS der Batterie soll das Laden bei 0 °C oder darunter sperren. Bei einer Batterie mit integrierter Heizung können Sie auch bei Kälte laden, allerdings wärmt die Heizung die Batterie erst auf, bevor Ladung aufgenommen wird. Temperaturen über 40 °C beschleunigen die Alterung. Blei verliert in der Kälte Kapazität, nimmt aber nicht so leicht Schaden.